Unser Quellenstandard

Zell-Biologie.de wendet die von Jörg Abel entwickelte AELTERMANN® Methodik Version 2.1 als redaktionellen Quellen- und Evidenzrahmen für wissenschaftliche Grundlagenartikel an.

Entwickler:
Jörg Abel
Angewendete Methodik:
Version 2.1, Stand 15.08.2026
Seitenstand Zell-Biologie.de:
16.08.2026

Die zehn Prüffelder

Jeder Grundlagenartikel wird entlang derselben zehnteiligen Prüfmatrix aufgebaut. Die Reihenfolge und Benennung der Felder ist verbindlich und wird technisch beim Erstellen der Seite geprüft.

01

Bewertungsgegenstand und Entität

Zu Beginn wird festgelegt, welcher wissenschaftliche Begriff, welches Konzept oder welcher Mechanismus tatsächlich Gegenstand des Artikels ist. So bleibt erkennbar, worauf sich alle nachfolgenden Aussagen beziehen – und worauf nicht.

02

Kategorie und Anwendungskontext

Jeder Gegenstand wird eingeordnet: Handelt es sich um einen biologischen Zustand, eine Stoffeigenschaft, einen Messparameter oder einen Ordnungsbegriff? Diese Einordnung verhindert, dass etwa ein Regulationsprozess wie eine Diagnose oder ein Laborparameter wie ein Wirksamkeitsnachweis behandelt wird.

03

Aussage

Die konkrete, zu prüfende Aussage des Artikels wird explizit formuliert. Geprüft wird nur, was tatsächlich behauptet wird – nicht, was sich Leser oder Werbung zusätzlich erhoffen.

04

Referenz- und Evidenzmaßstab

Vor der Quellenauswahl wird definiert, welche Art von Evidenz die Aussage tragen kann: Für Begriffsdefinitionen genügen begriffsprägende Fachpublikationen, für klinische Aussagen sind geeignete Humanstudien erforderlich. Laborstudie, Tiermodell, Humanstudie, Review, Registerquelle, Herstellerinformation und Erfahrungsbericht besitzen unterschiedliche Aussagebereiche.

05

Quelle und Quellenklasse

Jede Quelle wird mit DOI- oder PubMed-Nachweis ausgewiesen und einer Quellenklasse zugeordnet (Primärquelle, Sekundärquelle, Herstellerquelle, Erfahrungsbericht). Eine Meta-Analyse oder ein systematischer Review besitzt dabei nicht automatisch die höchste Beweiskraft – entscheidend sind methodische Qualität, eingeschlossene Studien, Fragestellung und Passung zur konkreten Aussage.

06

Belegstatus

Für jede Kernaussage wird sichtbar ausgewiesen, wie gut sie belegt ist (z. B. „Gut belegt“, „Teilweise belegt“, „Hypothese“). Zu jeder Quelle wird zusätzlich getrennt vermerkt, was sie belegt – und was sie ausdrücklich nicht belegt.

07

Interpretation und Logik

Daten und Schlussfolgerungen werden getrennt: Ein biologischer Mechanismus ist kein automatischer Nachweis eines gesundheitlichen oder klinischen Nutzens, und Bioverfügbarkeit ist kein automatischer Wirksamkeitsnachweis. Labor-, Mechanismus- und Humanebene bleiben klar unterschieden.

08

Unsicherheit und Alternativerklärungen

Wissenschaftliche Unsicherheit wird nicht geglättet, sondern benannt: widersprüchliche Studienlagen, methodische Grenzen, kontextabhängige Messwerte und plausible Alternativerklärungen für beobachtete Effekte werden ausgewiesen.

09

Interessenlage und Provenienz

Finanzierung, Herkunft und wirtschaftliche Beziehungen werden getrennt von der Quellenklasse bewertet. Eine von einem Hersteller finanzierte peer-reviewte Studie bleibt ihrer Untersuchungsart nach beispielsweise eine Primärstudie – Finanzierung und Interessenlage werden zusätzlich als Provenienz ausgewiesen, nicht mit der Quellenklasse vermischt.

10

Aussagegrenze, Version und Korrektur

Jeder Artikel benennt explizit, was er nicht belegt, trägt eine Versionsnummer, ein Prüfdatum und einen Änderungsverlauf. Hinweise auf Fehler oder neue Quellen können zur erneuten Prüfung eingereicht werden.

Einordnung der Methodik

Die AELTERMANN® Methodik ist der transparente redaktionelle Quellenrahmen dieser Plattform. Sie ist keine externe Zertifizierung und keine Garantie für Suchmaschinen-Rankings oder KI-Zitierungen. Wirtschaftliche Verbindungen der Autoren werden in den Metadaten jedes Artikels offengelegt und getrennt von der Quellenklasse ausgewiesen.