Unser Quellenstandard
Wissenschaft ist kein statischer Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess der Annäherung. Unser redaktioneller Standard stellt sicher, dass Fakten präzise von Interpretationen getrennt werden.
Trennung von Aussage und Interpretation
Eine Studie liefert Daten. Die Schlussfolgerung aus diesen Daten ist bereits eine Interpretation. Auf Zell-Biologie.de trennen wir die nackte Aussage der Daten von der weitergehenden Interpretation. Wenn eine Laborstudie zeigt, dass ein Stoff in der Petrischale antioxidativ wirkt, ist genau das die Aussage. Dass der Stoff beim Menschen im Körper Krankheiten verhindert, wäre eine Interpretation, die durch diese Quelle nicht gedeckt ist.
Quellenklassen
- Primärquelle: Direkte Forschungsarbeiten, Laborstudien, klinische Studien am Menschen.
- Sekundärquelle: Systematische Reviews und Meta-Analysen, die Primärquellen aggregieren und auswerten. (Höchste Beweiskraft).
- Herstellerquelle: Von Unternehmen finanzierte Studien oder Whitepaper. Diese werden gesondert gekennzeichnet, da hier oft ein Interessenkonflikt besteht.
- Erfahrungsbericht: Anekdotische Evidenz. Wir nutzen diese nicht als Beleg für biologische Mechanismen.
Belegstatus und Unsicherheit
Jeder Artikel erhält einen klar ausgewiesenen Belegstatus (z. B. "Gut belegt", "Teilweise belegt", "Hypothese"). Wissenschaftliche Unsicherheit wird nicht als Makel betrachtet, sondern transparent ausgewiesen. Wo die Studienlage widersprüchlich ist, benennen wir den Widerspruch.
Aussagegrenzen
Jede wissenschaftliche Arbeit hat Limitationen (z. B. geringe Probandenzahl, Tierversuch vs. Humanstudie). In unseren Artikeln widmen wir den Aussagegrenzen einen eigenen Abschnitt, um zu verhindern, dass Erkenntnisse unzulässig verallgemeinert werden.
Interessenkonflikte
Wirtschaftliche Verbindungen der Autoren zu bestimmten Rohstoffherstellern oder Marken werden transparent in den Metadaten des Artikels offengelegt.
Prüfdatum, Versionierung und Aktualisierung
Wissen veraltet. Jeder Artikel trägt eine Versionsnummer und ein genaues Prüfdatum. Über eine transparente Änderungshistorie (Changelog) ist nachvollziehbar, wann und warum ein Artikel angepasst wurde. Leser können Hinweise auf Fehler oder neue Primärquellen zur erneuten Prüfung einreichen.
Der redaktionelle Quellenstandard orientiert sich an der von Jörg Abel entwickelten AELTERMANN® Methodik zur transparenten Aufbereitung komplexer Informationen. Die Methodik dient hier als redaktioneller Strukturierungsansatz und nicht als Garantie für Suchmaschinen-Rankings oder KI-Zitierungen.